Zum Hauptinhalt springen
Do + Fr
10–17 Uhr

nur nach Vereinbarung

SICH ALS ETWAS ANDERES NEU ERFINDEN

Lesbische und feministische Geschichte erinnern. Oral Her*Stories aus Berlin und Eugene, Oregon (USA)

„Unsere Geschichte müssen wir selbst bewahren!“ heißt es im ersten Rundbrief des Lesben-Archivs – dem Vorläufer des heutigen SPINNBODEN Archivs – von 1981. Dieser Aufgabe widmen sich SPINNBODEN und FFBIZ-das fem. Archiv bis heute.

FFBIZ-das fem. Archiv, SPINNBODEN, das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechter­forschung (ZIFG) an der TU Berlin sowie das Netzwerk Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa an der FU Berlin laden ein zu einem transatlantischen Abend der lesbisch-feministischen Oral Her*Story. Wir bringen Geschichten und Geschichte auf die Bühne, erinnern an Auf- und Umbrüche, blicken zurück und nach vorn.

Judith Raiskin, Professorin für Gender und Sexuality Studies an der University of Oregon, Eugene, präsentiert das Oral History-Projekt Outliers and Outlaws, das die Geschichte der lebendigen lesbischen Community von Eugene, Oregon (USA) dokumentiert. Lesbische Frauen*, die zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren in großer Zahl nach Eugene zogen, erzählen ihre Geschichten, die von der Kraft eines mutigen und kreativen Lebens zeugen. Als Außenseiter*innen gebrandmarkt, schmiedeten sie eine alternative Gemeinschaft, die schließlich die Mainstream-Kultur und -Politik veränderte. Outliers and Outlaws besteht aus 83 Oral Her*story-Interviews, einer digitalen Ausstellung sowie einem kurzen Dokumentarfilm.

Friederike Mehl, Archivarin, präsentiert das fortlaufende FFBIZ-Projekt Berlin in Bewegung, in dem Aktivist*innen der feministischen Bewegung(en) der 1970er und 80er Jahre aus West- und Ostberlin zu Wort kommen. Sie erinnern an Kämpfe und Projekte, die Berlin geprägt und nachhaltig verändert haben.

Katja Koblitz, Leiterin SPINNBODEN Archiv, stellt das Projekt Friedliche Revolution? Lesbisch-feministische Perspektiven auf 1989 vor. Noch einmal wird der Fall der Mauer und seine Konsequenzen in den Ost- und Westberliner Lesben- und Frauenbewegungen lebendig. Welche Begegnungen fanden damals statt und welche Kontakte und Verbindungen entstanden um 1989 und danach?

Der Abend wird moderiert von Andrea Rottmann, Historikerin an der FU Berlin und im Netzwerk für queere Zeitgeschichte.

Veranstaltung auf Englisch. Wir bemühen uns um Flüster-Verdolmetschung. Das Aquarium ist mit Rollstuhl zugänglich.

Wir freuen uns über einen tagesaktuellen Corona-Test und empfehlen das Tragen einer Maske. Bei Erkältungssymptomen bitte zuhause bleiben.

Alle Einnahmen des Abends kommen dem Projekt eines gemeinsamen Archivzentrums von FFBIZ-das fem. Archiv, dem Spinnboden Lesbenarchiv und der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zugute.